{"id":536,"date":"2012-06-04T23:33:49","date_gmt":"2012-06-04T21:33:49","guid":{"rendered":"http:\/\/wp1115453.wp151.webpack.hosteurope.de\/blogs\/kalkberg\/?page_id=536"},"modified":"2015-11-13T00:10:10","modified_gmt":"2015-11-12T23:10:10","slug":"stadtebau","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/kalkberg.kalkpost.de\/?page_id=536","title":{"rendered":"St\u00e4dtebau"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Der Kalkberg ist der sch\u00f6nste Aussichtspunkt im gesamten rechtsrheinischen K\u00f6ln und einer der sch\u00f6nsten Aussichtspunkte im gesamten Stadtgebiet. Aber nicht nur das: Er liegt genau im geografischen Schwerpunkt des rechtstrheinischen K\u00f6ln und hat das Zeug, zur pr\u00e4genden Landmarke dieses Stadtraumes zu werden. Von seiner Anh\u00f6he schweift der Blick \u00fcber Kalk, Buchforst, Stegerwaldsiedlung, Stadtautobahn, K\u00f6lnarena, Messehochhaus und Dom hinweg bis zum Bayer-Hochhaus in Leverkusen, den Anh\u00f6hen von Bergischem Land und Siebengebirge sowie der Industrieskyline von Wesseling und dem Ring der Braunkohlenkraftwerke im K\u00f6lner Westen (bei gutem Wetter sieht man sogar den D\u00fcsseldorfer Fernsehturm sowie den Bonner Posttower). Von hier aus bekommt man, wie von keinem anderen Ort des rechtsrheinischen K\u00f6ln, ein Gef\u00fchl f\u00fcr die besondere Sch\u00f6nheit der Stadtlandschaft diesseits des Stromes, die ihre Pr\u00e4gung nicht in r\u00f6mischen und mittelalterlichen Wurzeln, sondern in der st\u00fcrmischen Industrialisierung des 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhunderts erfahren hat. Diese f\u00fcr die Identit\u00e4tsfindung des rechtsrheinischen K\u00f6ln strategisch \u00fcberragende Bedeutung erkannten dem Kalkberg auch einhellig die f\u00fcnf Entwurfsteams aus Architekten\/Stadtplanern und Landschaftsplanern des Workshops \u201eRechtsrheinische Perspektiven\u201c zu, der im Herbst 2010 stattfand. Eine Neubewertung der Hubschrauberpl\u00e4ne, die den Kalkberg bis dahin als anonyme Deponiefl\u00e4che und Niemandsland behandelt hatten, fand daraufhin nicht statt. Zwar erkl\u00e4rte der Rat der Stadt K\u00f6ln im Anschluss an die Abstimmung zur Hubschrauberstation seine grunds\u00e4tzliche Absicht, die in einem der Entw\u00fcrfe angedachte Aussichtplattform zu realisieren, das allerdings mit dem lapidaren Hinweis, dass \u201ef\u00fcr die Kosten der Versiegelung und Umz\u00e4unung des Besucherbereichs derzeit keine Finanzierung erkennbar\u201c sei (aus der Beschlussvorlage vom 11.11.2011). Die Pl\u00e4ne f\u00fcr die Hubschrauberstation lie\u00dfen die Realisierung einer solchen Plattform zudem nur auf halber H\u00f6he des Berges zu, womit die Plattform nur unwesentlich h\u00f6her gelegen w\u00e4re als die Autobahn und somit eine reine Alibigeste w\u00e4re.\u00a0<strong><\/strong><a title=\"Workshopergebnisse rechtsheinische Perspektiven\" href=\"http:\/\/www.stadt-koeln.de\/4\/stadtplanung\/rechtsrheinische-perspektiven\/08491\/\" target=\"_blank\"><strong><br \/>\nWorkshopergebnisse rrh. Perspektiven.<\/strong><\/a>&nbsp;<\/li>\n<li>Im <strong>Entwicklungsplan K\u00f6ln<\/strong> rechtsrheinisch Nord ist der Kalkberg als \u00f6ffentliche Gr\u00fcnfl\u00e4che ausgewiesen. Ebenso im Fl\u00e4chennutzungsplan sowie im Programm M\u00fclheim 2020.<\/li>\n<li><strong>Nachbarschaft<\/strong>: Die zu F\u00fc\u00dfen den Kalkbergs gelegenen Wohnviertel sind charakterisiert durch dichte Bebauung und einen eklatanten Mangel an \u00f6ffentlichen Gr\u00fcnfl\u00e4chen. Der Kalkberg als freie Erhebung, die auf wenigen Schritten ein Hin\u00fcbertreten aus Enge in Weite und einen vollkommenen Perspektivwechsel erm\u00f6glicht, ist die ideale Erg\u00e4nzung f\u00fcr diese Quartiere.<\/li>\n<li>Die <strong>st\u00e4dtebauliche Verramschung<\/strong>des ehemaligenCFK-Gel\u00e4ndes: Das Gel\u00e4nde der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk liegt im geografischen Herzen des rechtsrheinischen K\u00f6ln. Nach Aufgabe der Produktion der CFK in den 90er Jahren bestand hier die M\u00f6glichkeit, auf \u00fcber 40 Hektar mit zahlreichen architektonisch bedeutenden Industriebauten einen Mittelpunkt f\u00fcr Kalk und das gesamte rechtsrheinische K\u00f6ln zu schaffen, der sowohl der industriellen Vergangenheit dieses Stadtraumes Rechnung tr\u00e4gt als auch Qualit\u00e4tsma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr die Stadtentwicklung der Zukunft setzt. Diese Chance wurde gr\u00fcndlich vertan. Statt identit\u00e4tsstiftender Mitte entstand eine st\u00e4dtebauliche W\u00fcstenei, die im gesamten Stadtgebiet ihresgleichen sucht: Eine Shoppingmall, die sich nicht nur zum Stadtteil weitgehend verschlie\u00dft, sondern diesem auch noch den Zugang zum k\u00e4rglichen verbliebenen Parkst\u00fcck verweigert, ein Polizeipr\u00e4sidium samt Parkh\u00e4usern, das vielleicht Sicherheit vermitteln soll, tats\u00e4chlich aber so schn\u00f6de ist, dass es eine Beleidigung ist und man den Armen Menschen, deren Portraits seit Jahren von der Fassade gr\u00fc\u00dfen, nichts Gutes w\u00fcnscht, der gr\u00f6\u00dfte Baumarkt Europas (auch nicht gerade eine st\u00e4dtebauliche Errungenschaft), ein Wissenschaftserlebniszentrum am Rande des Baumarktparkplatzes, dem der Mc Drive daneben den Rang streitig macht, eine Wohnbebauung, die beinahe so schn\u00f6de und einfallslos ist wie das Haus der Polizei und die gigantische silberne Box eines Musikalienh\u00e4ndlers \u2013 all das sind nicht gerade Ausweise eines Bem\u00fchens um Qualit\u00e4t, Identit\u00e4t und Lebenswertheit eines Stadtteils. Wir wehren uns gegen diesen Ausverkauf und auch dagegen richtet sich unser Widerstand gegen die Hubschrauberstation. Denn jetzt auch noch diesen Ort zum reinen Funktionsort verkommen zu lassen und die einzigartige Erlebnisqualit\u00e4t, die er bietet, weitgehend unzug\u00e4nglich zu machen, w\u00e4re eine Piet\u00e4tlosigkeit. Auch deshalb, weil man von dort oben auf einen Blick mit dem gesamten Murks und der gesamten Sch\u00e4bigkeit, dessen, was einem da zu F\u00fc\u00dfen gelegt wurde, vers\u00f6hnt ist. Woher diese Wirkung kommt, ist schwer ganz erkl\u00e4rbar, aber es ist ein landschaftliches Erlebnismoment, das jeder schon einmal erfahren hat! Es gibt in jeder Stadt nur ganz wenige Orte, die das zu leisten verm\u00f6gen.Wir fordern von der Stadt K\u00f6ln, den Kalkberg als das anzuerkennen, was er ist: Ein Landschaftsbauwerk in besonders gl\u00fccklicher Lage zu seiner nahen wie fernen Umgebung, das es f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen und als Landmarke, f\u00fcr die Naherholung und die Identit\u00e4tsbildung im rechtsrheinischen K\u00f6ln zu entwickeln gilt. Der Kalkberg ist industrielles Monument, seltener Freiraum in extrem verdichtetem Wohnumfeld und Aussichtspunkt von strategisch un\u00fcbertrefflicher Lage. Er ist, nicht nur f\u00fcr das rechtsrheinische K\u00f6ln, ein Ort von zentraler symbolischer und realer Bedeutung, der Stadt\u00a0entr\u00fcckt und doch mittendrin. Er ist der Ort in weitem Umfeld, an dem Menschen zusammen kommen k\u00f6nnen, um sich, im wahrsten Sinne des Wortes, gemeinsam \u00fcber den Alltag zu erheben. Zitat Bernd Streitberger: <strong>\u201eDer Kalkberg k\u00f6nnte ein Katalysator f\u00fcr das rechtsrheinische K\u00f6ln werden\u201c<\/strong>. Dem ist nichts hinzuzuf\u00fcgen. Nur leider war Herr Streitberger, nach eigener Aussage, bis zum heutigen Tage selber noch nie dort oben.\n<p><a title=\"Offene Briefe\" href=\"http:\/\/kalkberg.kalkpost.de\/?page_id=378\" target=\"_blank\">Offener Brief an Bernd Streitberger<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kalkberg ist der sch\u00f6nste Aussichtspunkt im gesamten rechtsrheinischen K\u00f6ln und einer der sch\u00f6nsten Aussichtspunkte im gesamten Stadtgebiet. 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