{"id":562,"date":"2012-06-19T23:14:48","date_gmt":"2012-06-19T21:14:48","guid":{"rendered":"http:\/\/kalkberg.kalkpost.de\/?page_id=562"},"modified":"2013-01-10T20:56:48","modified_gmt":"2013-01-10T19:56:48","slug":"altlasten","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/kalkberg.kalkpost.de\/?page_id=562","title":{"rendered":"Altlasten"},"content":{"rendered":"<p>Nach Aussagen der Stadt K\u00f6ln handelt es sich beim Kalkberg um \u201edie bestuntersuchte Altlast der Stadt\u201c, die angeblich keine unkalkulierbaren Risiken birgt. Der <a title=\"report-k.de schreibt \u00fcber den \u00d6lfund auf dem Kalkberg\" href=\"http:\/\/kalkberg.kalkpost.de\/?p=772\">Alt\u00f6lfund im Oktober 2012<\/a>\u00a0hat deutlich gemacht, dass diese Aussagen offenbar jeglicher Grundlage entbehrten, denn die dicht bewachsene Nord- und Westflanke des Berges war ganz offensichtlich nie untersucht worden, so dass man sich jetzt fragen muss, was \u00fcberhaupt untersucht wurde. Die BI Kalkberg hat sich deshalb in einem <a title=\"Offener Brief an die Regierungspr\u00e4sidentin\" href=\"http:\/\/kalkberg.kalkpost.de\/?p=896\">offenen Brief<\/a> an Regierungspr\u00e4sidentin Gisela Walsken gewendet, damit diese Ihrer Aufsichtsfunktion \u00fcber die Kommune im Umweltschutz nachkommen kann.<\/p>\n<p>Da aktenkundlich bekannt ist, dass im Kalkberg hochgiftige Stoffe abgelagert worden sind d\u00fcrften Tiefensondierungen erforderlich sein. Folgende Umst\u00e4nde seien in diesem Zusammenhang erw\u00e4hnt:<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bekanntlich musste die CFK in den 1980er Jahren F\u00e4sser mit R\u00fcckst\u00e4nden aus der Bromproduktion, die im Kalkberg eingelagert waren, wieder ausgraben und anderweitig entsorgen.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 wenn dort angeblich nur Kalkschlamm, Schlacken und Schutt in gr\u00f6\u00dferen Mengen abgelagert worden sind, ist schlicht nicht plausibel, aus welchem Grund die CFK in den 60er Jahren Entl\u00fcftungssch\u00e4chte mit einer Bohrungstiefe bis unter die Grundwasserlinie hat einziehen lassen;<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die am Fu\u00dfe des Kalkbergs stehenden Betonpfeiler der Stadtautobahn mussten wenige Jahre nach ihrer Errichtung aufwendig saniert werden, da Substanzen im Boden den Stahlbeton massiv gesch\u00e4digt hatten. \u00c4hnlich angegriffen ist heute die kleine St\u00fctzmauer am n\u00f6rdlichen Fu\u00dfe des Kalkbergs;<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die aktuellen erheblichen Cyanidfunde in den Grundwasserabstr\u00f6men des Kalkbergs sind laut DMT-Gutachten von 2011 mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit auf im Kalkberg lagernde Substanzen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Ein urs\u00e4chlichlicher Zusammenhang mit einer im weiteren\u00a0 Abstrom des Kalkbergs gelegenen und belasteten Stelle scheint weniger wahrscheinlich und kann lediglich \u201enicht ganz ausgeschlossen werden\u201c (DMT-Gutachten, Seite 26, Darstellung der Gefahrenlage);<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ehemalige Mitarbeiter aus der Forschungsabteilung der CFK k\u00f6nnen berichten, dass die Laborabf\u00e4lle der CFK routinem\u00e4\u00dfig auf dem Kalkberg entsorgt wurden. Der Kalkberg war nach ihrer Aussage \u201edie Hausdeponie der CFK, auf der alles landete\u201c. Deshalb w\u00e4ren Tiefenbohrungen zwar angezeigt, gleichwohl aber nur bedingt aussagekr\u00e4ftig, da gerade die hochgiftigen Abf\u00e4lle dort vielfach nicht in schichtbildenden Mengen abgelagert worden sein d\u00fcrften, sondern bis heute \u201eTaschen\u201c bilden, an denen Bohrungen leicht vorbei gehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Letztlich entzieht sich der konkreten Kenntnis, was in 150 Jahren Firmengeschichte der CFK und gerade in der Fr\u00fchzeit des Unternehmens tats\u00e4chlich auf dem Kalkberg abgelagert wurde. Hinzu kommt, dass das Areal der CFK umgeben war von einer Vielzahl an stahlverarbeitenden und weiteren Industrien, darunter auch eine weitere chemische Fabrik. Niemand wei\u00df, wer neben der CFK noch Zugang zum Kalkberg hatte.<\/p>\n<p>Zitat Rechnungspr\u00fcfungsausschu\u00df vom 28.10.2011: \u201eMit Blick auf die Variante Kauf m\u00f6chte ich feststellen, da\u00df ich in der Summe der bisher bekannten Aspekte keinen Wert des Grundst\u00fccks, der das Risiko aus dem Grundst\u00fcck \u00fcbersteigt, zu erkennen vermag. Denkbar w\u00e4re zwar ein Kauf mit R\u00fcckabsicherung (z.B. B\u00fcrgschaft), m.E. \u00fcbertreffen die auf Dauer notwendigen Kontrollmessungen und Risiken aber den ermittelten Bodenwert&#8230;Kosten- und Umweltrisiken lassen sich durch eine vertiefte Planung, das ist beabsichtigt, reduzieren. Vermeiden lassen sie sich nur, wenn die Stadt K\u00f6ln auf die Betriebsstation am Standort verzichtet.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Aussagen der Stadt K\u00f6ln handelt es sich beim Kalkberg um \u201edie bestuntersuchte Altlast der Stadt\u201c, die angeblich keine unkalkulierbaren Risiken birgt. 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