{"id":1217,"date":"2016-03-15T12:06:01","date_gmt":"2016-03-15T11:06:01","guid":{"rendered":"http:\/\/kalkberg.kalkpost.de\/?p=1217"},"modified":"2016-03-16T20:55:57","modified_gmt":"2016-03-16T19:55:57","slug":"kalkberg-das-letzte-aufgebot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kalkberg.kalkpost.de\/?p=1217","title":{"rendered":"Kalkberg &#8211; das letzte Aufgebot"},"content":{"rendered":"<p>Liebe K\u00f6lner,<\/p>\n<p>unter den \u00dcberschriften: &#8222;Feuerwehr zeigt Luxus-Rettungshubschrauberstat<wbr \/>ion auf dem Kalkberg&#8220;, &#8222;K\u00f6lner Feuerwehr will weiter am Kalkberg bauen&#8220;, &#8222;Express pr\u00fcft K\u00f6lns Skandalberg &#8211; kippt der Rat ihn heute?&#8220; berichtet die Lokalpresse heute nochmals \u00fcber die Hubschrauberstation auf dem Kalkberg. Was war geschehen? Nach der Pr\u00e4sentation des 3. Zwischenberichts auf der Pressekonferenz vor dem Gesundheitsausschuss letzte Woche Montag schien alles derzeit Bekannte gesagt und was da gesagt worden war, war verheerend. Gespannt durfte man deshalb sein, was der nochmalige Pressetermin mit Ortsbegehung (unter ausdr\u00fccklichem Ausschluss von Vertretern der BI) kurz vor der heutigen Ratssitzung an Neuem bringen w\u00fcrde. Er brachte nat\u00fcrlich: Nichts, oder fast nichts und das Wenige widersprach auch noch in wesentlichen Punkten den zuvor getroffenenen oder bewusst nicht angesprochenen Aussagen des 3. Zwischenberichts. So diente der Termin dann auch haupts\u00e4chlich der Beeindruckung der Journalisten mit dem fast fertigen Geb\u00e4ude. Dass dieser Eindruck ob seiner Opulenz auch ein durchaus zweifelhafter sein k\u00f6nnte, daran hatten die Herren Kahlen und Feyrer vielleicht nicht gedacht oder sie nahmen das Risiko angesichts der f\u00fcr sie bedrohlichen Situation in Kauf. Wer die Nachrichten der letzten Wochen verfolgt hat und die heutige Tagespresse liest (Pressespiegel siehe unten), dem dr\u00e4ngt sich der Vergleich mit einem Autoh\u00e4ndler auf, der einen Luxuswagen, dessen Motor, Fahrgestell und Getriebe kaputt sind, mit den Worten anpreist: &#8222;Sehen Sie sich den sch\u00f6nen Wagen an, es w\u00e4re doch zu schade drum!&#8220;. Im Versicherungswesen nennt man so etwas aber einen wirtschaftlichen Totalschaden und da n\u00fctzen auch heizbare Sitze und ein (fast) tadelloser Lack nichts.<\/p>\n<p>Dass die Gutachter sich nicht daf\u00fcr zu schade sind, den Herrschaften zu sekundieren, solange sie ihre Aussagen nicht schriftlich in einem Bericht und damit juristisch belastbar treffen m\u00fcssen, wundert uns nicht mehr. Wer Zeuge wurde, wie der Stadtdirektor in der letzten Sitzung des Gesundheitsausschusses dem Gutachter f\u00fcr alle h\u00f6rbar zufl\u00fcsterte &#8222;Jetzt sagen Sie doch mal, dass&#8230;&#8220;, der wei\u00df, wie hier gespielt wird. Ob man z.B. bei den Aussagen zu den zuk\u00fcnftig noch zu erwartenden Setzungen dem 3. Zwischenbericht, der hier von mehreren Millimetern im Jahr spricht oder einer spontan einberufenen Ortsbegehung, wo es auf einmal nur noch ein Millimeter im Jahr sein soll, Glauben schenken will, sei jedem selbst \u00fcberlassen. Dass auch die grunds\u00e4tzliche Einsch\u00e4tzung einer sp\u00e4teren Betreibbarkeit der Hubschrauberstation, \u00fcber die sich der 3. Zwischenbericht aufgrund der verheerenden neuen Erkenntnisse nicht zuf\u00e4llig ausschweigt, bei der Ortsbegehung auf einmal kein Problem mehr darstellen soll, l\u00e4sst die Gutachter ebenfalls in keinem guten Lichte dastehen! Und eine Setzung von 15 cm mit dem Hinweis auf lediglich Haarrisse zu verharmlosen, zeugt ebenfalls nicht von Seriosit\u00e4t. Setzungen von 15 cm sind jedenfalls\u00a0 im Allgemeinen nicht weit von einem Totalschaden entfernt und dieser drohende Totalschaden war ja im Dezember auch das Hauptargument f\u00fcr den Abtrag der Haldenkuppe. Abgesehen von der verheerenden Situation der Halde kann also auch die Situation am Hangar selber so harmlos nicht sein!<\/p>\n<p>Nun zur Haldensanierung: Egal, ob wir noch zu erwartende Setzungen des Hangars von einem oder mehreren Milimetern pro Jahr annehmen: Wenn der Gutachter sagt, dass dieses Ziel erreichbar sei, wenn man den ganzen Berg ringsum mit Spundw\u00e4nden einfasst (in der Fachsprache nennt man das auch &#8222;eintopfen&#8220;), dann zeigt das, wie verlogen die Rede von den sogenannten Sowiesokosten f\u00fcr die Haldensanierung ist, die so oder so zwischen 5 und 10 Millionen Euro liegen w\u00fcrden. Ja, einen Berg, der noch dazu aus sehr salzhaltigem, also hochkorrosivem Material besteht, komplett in Spundw\u00e4nde einzufassen, kostet nat\u00fcrlich locker 5 bis 10 Mio. Euro, eher noch mehr. Dass dies n\u00f6tig ist, wenn ich erreichen will, dass ein statisch so aus dem Gleichgewicht gebrachtes Gebilde nur noch im Milimeterbereich nachgibt, leuchtet ein. Dass ein Deponieberg, der keine Hubschrauberstation und keine Zufahrtsstra\u00dfe f\u00fcr Tankfahrzeuge halten muss aber gar nicht diese geringen Setzungsma\u00dfe einhalten muss, leuchtet ebenso ein.<\/p>\n<p>Dass man angesichts dieser Zahlen woanders f\u00fcr einen Bruchteil des Geldes nochmal &#8222;von vorne anfangen&#8220; kann, liegt auf der Hand. Auch stellt sich hier die Frage, ob eine Hubschrauberstation wie ein Luxushotel mit Tagungszentrum ausgebaut sein muss oder ob es hier nicht auch eine Nummer kleiner geht.<\/p>\n<p>Zu bedenken ist auch, dass alle Bauma\u00dfnahmen bislang die Situation immer nur verschlimmert haben. Wer garantiert, dass es diesmal nicht auch wieder so w\u00e4re? Als Ma\u00dfnahme f\u00fcr die Sicherheit der Halde wesentlich einleuchtender w\u00e4re der Abriss der Hubschrauberstation mit ihrem betr\u00e4chtlichen Gewicht, eine Wiederbepflanzung der gerodeten, schadstoffbelasteten Partien, eine einfache Abb\u00f6schung akkut abrutschgef\u00e4hrdeter B\u00f6schungspartien und das anschlie\u00dfende Ruhenlassen der gesamten Anlage, so wie die letzten Jahrzehnte.<\/p>\n<p>Wir bleiben deshalb dabei: Am Kalkberg gilt die Devise &#8222;lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.&#8220; Dass die Vorstellung, am Kalkberg k\u00f6nnten die Bagger anr\u00fccken und ihren Luftrettungspalast zerst\u00f6ren, die Herren Kahlen, Feyrer, Lechleuthner und Co. nachts aus dem Schlaf hochfahren l\u00e4sst, kann man sich lebhaft vorstellen, aber letztlich werden sie den Tatsachen genauso ins Auge blicken m\u00fcssen wie unsere politischen Vertreter, die heute dar\u00fcber beraten und die ganze Stadtgesellschaft.<\/p>\n<p>Zuletzt noch der j\u00fcngste Pressespiegel:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.report-k.de\/Koeln\/Koelnaktuell\/Feuerwehr-zeigt-Luxus-Rettungshubschrauberstation-auf-dem-Kalkberg-55773\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer\">http:\/\/www.report-k.de\/Koeln\/K<wbr \/>oelnaktuell\/Feuerwehr-zeigt-Lu<wbr \/>xus-Rettungshubschrauberstatio<wbr \/>n-auf-dem-Kalkberg-55773<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/koeln\/kalk\/hubschrauberstation-koelner-feuerwehr-will-weiter-am-kalkberg-bauen-23726638\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer\">http:\/\/www.ksta.de\/koeln\/kalk\/<wbr \/>hubschrauberstation-koelner-fe<wbr \/>uerwehr-will-weiter-am-kalkber<wbr \/>g-bauen-23726638<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.express.de\/koeln\/heli-hangar-in-kalk-express-prueft-koelns-skandal-berg---kippt-der-rat-ihn-heute--23727226\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer\">http:\/\/www.express.de\/koeln\/he<wbr \/>li-hangar-in-kalk-express-prue<wbr \/>ft-koelns-skandal-berg&#8212;kippt<wbr \/>-der-rat-ihn-heute&#8211;23727226<\/a><\/p>\n<p>Mit freundlichem Gru\u00df,<\/p>\n<p>f\u00fcr die BI Kalkberg,<\/p>\n<p>Boris Sieverts<br \/>\nSchleiermacherstr. 8<br \/>\n51063 K\u00f6ln<br \/>\nTel. 01714160572<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe K\u00f6lner, unter den \u00dcberschriften: &#8222;Feuerwehr zeigt Luxus-Rettungshubschrauberstation auf dem Kalkberg&#8220;, &#8222;K\u00f6lner Feuerwehr will weiter am Kalkberg bauen&#8220;, &#8222;Express pr\u00fcft K\u00f6lns Skandalberg &#8211; kippt der Rat ihn heute?&#8220; berichtet die Lokalpresse heute nochmals \u00fcber die Hubschrauberstation auf dem Kalkberg. 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